Letzte Woche besuchten der WP II Kurs „Jung trifft Alt“ von Frau Ashby sowie der Hauswirtschaftskurs von Frau Stricker den Demenz-Parcours im Rathaus. Organisiert wurde die Veranstaltung von Frau Verena Speicher, die den Schülerinnen und Schülern damit eine besondere und eindrucksvolle Lernerfahrung ermöglichte.
Der Demenz-Parcours ist eine praxisnahe Methode, um den Verlust alltagspraktischer Fähigkeiten bei Menschen mit Demenz nachvollziehbar zu machen. Ziel ist es, nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern vor allem ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie sich Betroffene in ihrem Alltag erleben und welche Herausforderungen sie bewältigen müssen.
Die insgesamt 13 Stationen orientieren sich am Tagesablauf der fiktiven Person Erna Müller – vom Anziehen am Morgen bis hin zum Abendessen. An jeder Station schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines Menschen mit Demenz und erfahren durch gezielte Aufgaben und Einschränkungen, wie sich typische Symptome anfühlen können. Tätigkeiten, die normalerweise selbstverständlich erscheinen, werden plötzlich zu echten Herausforderungen.
Zum Abschluss jeder Station erhalten die Teilnehmenden zudem kurze, informative Einblicke in mögliche Symptome und Hintergründe von Demenzerkrankungen. So wird die praktische Erfahrung direkt mit fachlichem Wissen verknüpft.
Mit großem Engagement, Offenheit und Einfühlungsvermögen durchliefen die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Stationen. Der Parcours hat bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das Verständnis für Menschen mit Demenz deutlich vertieft.
Die Veranstaltung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Empathie und sozialer Kompetenz – Werte, die sowohl im schulischen Alltag als auch im gesellschaftlichen Miteinander von großer Bedeutung sind.


