Am Dienstag besuchte der Demokratiekurs des 9. Jahrgangs das Landgericht in Münster und erhielt dabei einen Einblick in die Arbeit der Justiz in einer Demokratie.
Die Schülerinnen und Schüler durften einer öffentlichen Hauptverhandlung beiwohnen, in der ein besonderer Fall verhandelt wurde: Ein Mann stand vor Gericht, der aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig ist. Gegen ihn wurde daher keine Haftstrafe, sondern die Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung beantragt. Der Fall bot nicht nur juristisch, sondern auch gesellschaftlich wichtige Einblicke. Die Jugendlichen erlebten unmittelbar, wie das Strafrecht in einem Rechtsstaat mit Fragen der Schuld und Verantwortung umgeht.
Beeindruckt war die Schülergruppe von der Atmosphäre im Gerichtssaal, dem Prozessverlauf und auch von den vielen Berufsgruppen, die für eine Gerichtsverhandlung von Bedeutung sind. Sie verfolgten interessiert das Geschehen und stellten im Anschluss daran Fragen zum Ablauf der Verhandlung und zu den Aufgaben des Gerichts. Viele fanden es spannend, einmal live zu erleben, wie ein Prozess abläuft. Am Ende war sich die Gruppe einig: Ein solcher Besuch ist sehr lehrreich und sollte möglichst bald wiederholt werden.


