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Aktuelles

Erinnern statt Vergessen – Stolperstein-Aktion an der Josef-Annegarn-Schule

11. November 2025

Zum Gedenken an den 9. November 1938 startete die Josef-Annegarn-Schule (JAS) eine besondere Aktion. Am Montagmorgen lagen im Schulgebäude Fotos von Stolpersteinen auf dem Boden. Diese erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt oder ermordet wurden.

Die Idee zu dieser Aktion hatte der Demokratiekurs des 10. Jahrgangs. Die Schülerinnen und Schüler wollten damit zeigen, wie wichtig es ist, an die Opfer des NS-Regimes zu erinnern und über Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu sprechen.
Während der Vorbereitung wurde auch diskutiert, ob Stolpersteine vielleicht besser an Wänden angebracht werden sollten, damit niemand auf ihnen herumtritt. Das könne als respektlos gegenüber den Opfern empfunden werden. Einige Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten diesen Gedanken nachvollziehen, andere betonten hingegen, dass die Steine bewusst im Boden verlegt werden, damit man sie nicht übersieht.

Ein Schüler erklärte, dass die Stolpersteine genau dort hingehörten – sie könnten als Fundament verstanden werden, das unsere Demokratie trägt. Das Leid der Opfer sei die Grundlage dafür, dass wir heute in einer freien und starken Demokratie leben. Es erinnere uns daran, was sich in Deutschland niemals wiederholen darf.

Am Ende der Woche wird das Projekt fortgesetzt: Zwei zehnte Klassen besuchen die Nachbarstadt Telgte und unternehmen dort einen „Spaziergang der Erinnerung“. In kleinen Gruppen erzählen die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stolpersteinen die Geschichten der Menschen, die dort einst gelebt haben. Diese Biografien haben sie zuvor im Unterricht erarbeitet.

Stolpersteine sind kleine Messingplatten, die in den Gehweg eingelassen sind. Sie tragen die Namen und Lebensdaten von Opfern der NS-Zeit. Das Projekt wurde von dem Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es über 100.000 Stolpersteine in Europa.

Mit ihrer Aktion möchte die Josef-Annegarn-Schule ein Zeichen gegen das Vergessen und für eine friedliche, demokratische Zukunft setzen.

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