Wie viel Geld steht mir eigentlich nach der Schule zur Verfügung und was kann ich mir davon leisten? Mit diesen Fragen setzte sich der 10. Jahrgang der Josef-Annegarn-Schule in den vergangenen Wochen im Wirtschaftsunterricht intensiv auseinander.
Zunächst suchten die Schülerinnen und Schüler anhand von Wohnungsannoncen eine passende Wohnung und das selbstverständlich unter Berücksichtigung eines realistischen Budgets. Dafür versetzten sie sich gedanklich in ihre eigene Zukunft: Wie viel Geld verdiene ich im zweiten Ausbildungsjahr meines Wunschberufes? Wer ein Studium plant, kalkulierte mit den finanziellen Möglichkeiten während der Studienzeit. Schnell wurde deutlich, dass absolute Traumwohnungen häufig nicht mit der finanziellen Realität vereinbar sind. So verabschiedeten sich viele von ihren ursprünglichen Wunschvorstellungen, und Wohngemeinschaften wurden plötzlich zu einer attraktiven Alternative.
Bei der anschließenden Exkursion zu IKEA ging es dann ans Eingemachte: Mit einem imaginären Budget von 2000 Euro sollte die neue Wohnung komplett eingerichtet werden. Planen, rechnen, Prioritäten setzen – das ist gar nicht so einfach, wenn nahezu alles neu angeschafft werden muss. Welche Möbel sind unverzichtbar? Wo kann man sparen? Und wie behält man dabei den Überblick über die Gesamtkosten?
Es blieb jedoch nicht nur bei der Theorie: Der ein oder andere Artikel fand tatsächlich den Weg mit in den Bus in Richtung Ostbevern. Zimmerpflanzen, Duftkerzen und sogar Teppiche wurden gekauft und nach Hause transportiert – ein kleiner Vorgeschmack auf die erste eigene Wohnung.
Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die Jugendlichen frühzeitig auf die Zeit nach der Schule vorzubereiten. Sie sollen lernen, ihre finanziellen Möglichkeiten realistisch einzuschätzen, Kosten zu überblicken und verantwortungsvoll mit ihrem ersten eigenen Einkommen umzugehen.
Ergänzend ist für den 10. Jahrgang am kommenden Methodentag der Besuch einer Bankerin geplant. Sie wird über Themen wie Sparen und Vorsorge, Risikoanlagen sowie den verantwortungsvollen Umgang mit dem ersten eigenen Gehalt informieren.


